Urlaub dahoam.

Nun isses soweit. Seit ’88 gab es kein Jahr, an dem wir nicht auf einem anderen Kontinent waren, zusätzlich zu den innereuropäischen Reisen. (Vom CO2 Footprint wollen wir hier nicht reden)

Und jetzt? Corona zeigt uns die Grenzen. Vor allem die deutschen Grenzen. Von den wirtschaftlichen Folgen will ich auch nicht schreiben, das tun Andere zur Genüge.

So, dann also in die deutschen Gaue, im Jahr des Virus. Ausländer kommen ja keine, es sollte also Platz genug sein. Echt? Eben kam im TV ein Bericht von Kochel am See, die Lage an Himmelfahrt. Kathastrophic! Die Einheimischen wurden gar aufgefordert, zu Hause zu bleiben, damit sich die Tagestouristen ausdehnen können.

Wir selbst machten gestern anlässlich meines Wiegenfestes eine Landpartie ans schwäbische Meer, dem Bodensee. Meersburg war das Ziel: Es war ein Mittwoch, es gab keine Ferien, es gab keine ausländischen Touristen, es gab aber auch keine Parkplätze. Nicht einen. Blutdruck sofort auf 180. Gottseidank wohnt unweit von Meersburg mein alter Freund Raimund mit Gattin Moni, die wir auf einen Kaffee besuchten. Danach ein Abstecher ans Kloster Birnau (wo es tatsächlich Parkplätze gab) Zurück durchs obere Donautal, das landschaftlich zwar hinreißend, aber für einen längeren Aufenthalt etwas zu abgelegen ist. Wenigstens für passionierte Nichtwanderer, wie uns. Urlaub auf dem Bauernhof? Am Walchensee z.B.? Forget it, alles proppenvoll ausgebucht.

Wenn das die Vorboten auf den Sommer mit seinen Ferien waren , dann gute Nacht. Offensichtlich reisen im Sommer sehr viel mehr Deutsche ins Ausland, als Ausländer nach Deutschland. Wenn jetzt die Deutschen alle das eigene Land als Urlaubsland entdecken wollen?

Dann wirds zünftig. Am besten lassen wir uns einfrieren, bis der ganze Alptraum zuende ist.